Camping im Ausland

Gerade wer im Ausland mit einem Zelt unterwegs ist, sollte darauf achten das richtige Campingzelt ausgewählt zu haben. Camping ist leben und schlafen fast im Freien. Nur die Zeltstangen und der Zeltstoff schützt vor Witterungseinflüssen und sonstigen Faktoren. Deshalb ist beim Camping im Ausland die Auswahl des Zeltes besonders wichtig. Vor dem Kauf sollte man sich über die Größe des Zeltes bewusst werden, es gibt sie von ganz klein bis hin zu richtig groß. Je nachdem wie viel Personen und welche Ausrüstung darin untergebracht werden sollten. Ob ein Mann Zelt oder Familienzelt, die Größe muss passen. Macht man zu zweit einen schönen Campingurlaub, sollte das Zelt durchaus für drei oder vier Personen gedacht sein, nur so hat auch das Gepäck noch genügend Platz. Aber auch bei Regenwetter hat man genug Platz sich im Zelt aufzuhalten. Achten sollte man auch auf die Liegefläche und Lagerfläche. Manche Zelten haben Flächen die nicht zum schlafen, sondern nur zur Gepäcklagerung dienen. Gerade beim campen an Gewässern oder am Meer sind Moskitonetze sehr empfehlenswert. Hier treiben Stechmücken oft ihr Unwesen. Um beruhigt schlafen zu können, sollten Fenster und Tür komplett mit einem Moskitonetz geschlossen werden können.

campGeachtet werden soll beim Kauf auch auf die Wassersäule. Sie gibt an, welchen Wasserdruck das Zelt maximal standhalten kann. Ab einem Wert von 1.500 mm gilt ein Zelt als wasserdicht. Jedoch sind 3.000mm oder noch besser 10.000 mm für das campen empfehlenswert. Ein Campingzelt sollte darüber hinaus über eine gute Lüftung verfügen, das heißt es muss eine Durchlüftung gewährleistet sein. Mehrere Lüftungsschlitze im Zelt lassen die Luft zirkulieren. Jedoch sollten diese bei sehr schlechtem Wetter geschlossen werden können. Ist viel Gepäck vorhanden lohnen Apsidien. Dies sind überdachte Vorzelte die vom Schlafraum abgetrennt sind. Außenzelte können aus Polyester, Nylon oder Baumwolle bestehen. Polyester ist ein reißfestes und UV beständiges Material. Es ist sehr gut für ein Zelt geeignet, obwohl es schwerer wie Nylon ist und bei starkem Wind Flattergeräusche entstehen. Nylon hingegen ist bei Nässe nicht sehr empfehlenswert. Hier dehnt sich der Stoff aus und das Zelt muss nachgespannt werden. Außerdem ist es nicht besonders UV beständig.

Baumwolle wird fast nicht mehr eingesetzt. Das Material ist schwer und trocknet nur langsam. Die Höhe eines Zeltes hängt auch von seiner Nutzung ab. Wird es definitiv nur zum Schlafen verwendet, wie beispielsweise bei Wanderungen kann es flacher sein. Beim richtigen Campingurlaub sollte das Zelt schon eine Höhe haben das man darin sitzen kann. Geachtet werden muss hier darauf, dass die angegebene Zelthöhe die maximale Höhe des Zeltes angibt. So ist es auch mit der Liegefläche. Die Schlaffläche ist nicht unbedingt die Liegefläche, das die Zeltwände meist schräg sind. Das richtige Gestänge ist besonders bei starkem Wind von Bedeutung. Fiberglasgestänge ist billiger als Aluminiumgestänge, allerdings auch zerbrechlicher. Auf einem Campingplatz kann man gerne auf Fiberglasgestänge zurückgreifen. Auf Wandertouren sollte aufgrund des geringeren Gewichtes Aluminumgestänge wählen.

Zelte werden auch nach ihrer Form unterschieden. Beispielsweise Kuppelzelte. Geodätisches Zelt, Tunnelzelte oder Firstzelte. Auf Campingplätzen werden meist Kuppelzelte auch Igluzelte bezeichnet verwendet. Sie sind leicht aufzubauen und sehr stabil, zudem bieten sie ein gutes Platzangebot und gegen Wind sehr resistent. Ein geodätisches Zelt ist ähnlich eines Kuppelzeltes. Aber noch stabiler und sogar gegen Schneelasten unempfindlicher. Tunnelzelte sind nicht so stabil wie Kuppelzelte, haben aber bei wenig Gewicht ein großes Raumangebot. Firstzelte sind mit einem Giebel im Dach. Die Raumausnutzung ist hierbei schlecht und diese Zeltform ist sehr windanfällig. Beim Wintercamping oder bei Wintertouren sollten spezielle Snowflaps verwendet werden. Hierbei handelt es sich um so genannte Alpinzelte oder Expeditionszelte. Die richtige Auswahl des Zeltes kann stark zum Erfolg eines Campingurlaubs oder Campingausfluges beitragen.