Auf den Spuren von Romeo und Julia

Schauplatz für die Geschichte des wohl berühmtesten Liebespaares in der Literaturgeschichte ist die wunderschöne Stadt Verona, in der italienischen Region Venetien.
Die in der Poebene gelegene wunderschöne Stadt gilt als das Reiseziel schlechthin für glücklich, aber auch unglücklich, Verliebte.
Auf den Spuren von Romeo und Julia
Jährlich pilgern tausende Touristen nach Verona, um den legendären Balkon zu sehen, auf dem Julia einst auf ihren Romeo gewartet haben soll. Dass die Geschichte von William Shakespeare rein fiktiv ist stört dabei die wenigsten.

Der berühmteste Balkon der Welt

Auf den Spuren von Romeo und Julia Schon der Weg zum Balkon ist ein wunderbarer Anblick, man wandert durch die schöne Altstadt Veronas, die seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe gehört.
Am sagenumwobenen Balkon wimmelt es natürlich nur so vor Touristen, die auf den Auftritt der Julia warten, dennoch herrscht dort in gewisser Weise eine romantische Stimmung. An der Wand des Hofes, in dem der Balkon liegt, hängen oder stecken unzählige Zettel, auf denen frühere Reisende ihre Liebesschwüre und Sorgen in Briefen aufgeschrieben haben.
Für viele Touristen ist es außerdem ein Muss, die Brust der Bronzestatue der Julia zu berühren, da das Glück bringen soll.
Spätestens nach dem Film „Briefe an Julia“ kennen die meisten auch den „Club de Giulietta“, eine Gruppe Frauen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Briefe an Julia zu beantworten, sofern eine Adresse hinterlassen wurde.

Was die wenigsten wissen

Man kann die Räume, in denen die Frauen arbeiten, auch besichtigen und dort in Mappen voller beantworteter, alter Briefe an Julia blättern.
Aber auch wenn man nicht an der dramatischen Liebesgeschichte interessiert ist, hat Verona einiges zu bieten. Hier gibt es zum Beispiel das zweitgrößte noch erhaltene Amphitheater der Welt. Das größte ist das Kolosseum in Rom. Früher kämpften hier Gladiatoren um ihr Leben, heutzutage wird die Arena als Opernbühne genutzt. Und obwohl der größte Teil des äußeren Rings bei einem Erdbeben im Jahre 1117 zerstört wurde, ist der Anblick des Gebäudes sehr beeindruckend. Seit 1913 finden in dem altem Amphitheater die sommerlichen Opernfestspiele statt: unter freiem Himmel und ohne technische Verstärkung, wie Mikrophone.
Auch die alte, noch aus der Römerzeit stammende Brucke, Ponte Pietra ist eine beeindruckende Sehenswürdigkeit der Stadt, in die sich eine Reise mit Sicherheit lohnt.